Kraft aus der Natur: Diese drei Kräuter-Tees gehören in jeden Hunde-Haushalt

credits: Stephanie Becker

Schnell ist es passiert: Der Hund leidet an Durchfall oder hat sich eine leichte Erkältung eingefangen. Für sich selbst würde man in so einem Fall gleich einen Kräuter-Tee kochen – aber für den Hund? Ganz klares Ja! Auch bei unseren Vierbeinern können Kräuter-Tees wahre Wunder bewirken.

Schon lange hat man erkannt, dass die Naturheilkunde auch für unsere Tiere richtige Schätze bereithält. Und oftmals können wir für die Vierbeiner sogar dieselben Kräuter und Öle nutzen, wie für uns selbst.
Aber Vorsicht: Gerade bei den Kräuter-Tees sollte man auf Bio-Qualität achten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verwendet am besten selbst-getrocknete Kräuter – denn dann weiß man genau, was drin ist.

Seit einigen Jahren werden auch spezielle „Hunde-Tees“ verkauft, was ich persönlich für pure Geldmacherei halte. Denn wenn man (wie bereits erwähnt) auf eine gute Qualität beim Tee achtet, kann man seinem Hund bedenkenlos „Menschen-Tee“ anbieten.
Natürlich sind aber nicht alle Sorten für unsere Vierbeiner geeignet. Daher möchte ich Euch im Folgenden drei Kräutertees vorstellen, die sowohl für Euch selbst als auch für Eure Hunde im Krankheitsfall eine richtige Wohltat sein können – und die meiner Meinung nach in jeden Hunde-Haushalt gehören.

Anmerkung: Alle Kräuter-Tees sollten Eurem Hund nur lauwarm und nicht kochend heiß serviert werden. Ihr könnt sie entweder unters Futter mischen oder pur zum Trinken anbieten.

Pfefferminze

Die uns heute bekannte Pfefferminze stammt ursprünglich aus England und ist ein Hybrid aus Bachminze und Grüner Minze. Weil sie etwas schärfer schmeckt als andere Minz-Sorten, erhielt sie den Beinamen „Pfeffer“. Mittlerweile gibt es unzählige Variationen wie „Schokominze“ oder „Orangenminze“ – diese sind aber als Kräutertee für den Hund nicht geeignet.
Pfefferminze wird gerne bei Mundgeruch eingesetzt, eignet sich aber auch hervorragend als Heilmittel bei Blähungen oder leichten Magen-Darm-Beschwerden. Außerdem stärkt das Kraut die Nerven und kurbelt den Stoffwechsel an.
Pfefferminztee sollte Hunden nur in kleinen Mengen und nicht zu häufig verabreicht werden. Schwangere Hündinnen und Hunde mit Nieren-bzw. Leberproblemen sollten keinen Pfefferminztee bekommen.

Kamille

Die Kamille zählt zu den ältesten Heilpflanzen der Welt. Bereits im Alten Ägypten wurden Heiltinkturen aus den kleinen weißen Blütenblättern hergestellt.
Heute kommt Kamillen-Tee vor allem bei Erkältungssymptomen, Magen-Darm-Erkrankungen, „Frauenleiden“ oder bei Blasenentzündungen zum Einsatz.
Auch bei Hunden hilft Kamille bei den oben aufgezählten Beschwerden, denn die Heilpflanze beruhigt das Verdauungssystem und löst Magenkrämpfe. Außerdem verfügt Kamille über eine entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Wirkung.
Kamillentee kann allen Hunden bedenkenlos verabreicht werden. Einige Vierbeiner mögen allerdings den Geschmack nicht so sehr.

Gänseblümchen

Klein aber oho! Genau das trifft auf das Gänseblümchen zu. Die meisten kennen die zierliche Pflanze wohl aus der Kindheit, als man sich daraus niedliche Haarkränze geflochten hat. Doch die eher unscheinbare Frühlingsblume ist aus der Naturheilkunde nicht mehr wegzudenken.
Egal ob Magenschmerzen, Verstopfung oder Appetitlosigkeit – ein Tee aus getrockneten Gänseblümchen kann helfen. Die in der Pflanze enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe wirken sich außerdem positiv auf die Haut aus.
Am besten pflückst Du beim nächsten Spaziergang einfach ein paar Gänseblümchen und bereitest den Tee frisch zuhause zu. Sollte Dein Hund ein paar Blüten einfach so verzehren, ist das auch absolut unbedenklich.

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