Der Trend zum Zweithund: Sind Hunde nur im Rudel glücklich?

credits: Stephanie Becker

„Was ist besser als ein Hund?“ „Zwei Hunde“. Diesen Spruch dürften Hundehalter schon zig Mal gehört oder gelesen haben. Das mag vielleicht sogar stimmen, aber die Realität sieht leider oft anders aus.

Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon abends vor dem Laptop oder Handy gesessen bin und mir Bilder von Tieschutz-Hunden angeschaut hab. „Schau mal Schatz, der ist doch niedlich!“ „Oh ja! Und der Unterbiss, total goldig!“. Ja, wir liebäugeln schon lange mit einem Zweithund. Aber schlussendlich bleiben es Träumereien. Denn auch wenn ich am liebsten alle Hunde dieser Welt retten würde, so habe ich mich anfangs für Filou entschieden. Und für mich kommt es nicht in Frage, dass er am Ende unter meiner Liebe zu Hunden leiden muss.

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Hunde-Vielfalt: Reinrassig oder Mischling?

credits: Stephanie Becker

Gewusst? Weltweit gibt es geschätzt 800 Hunderassen. Eine ganze Menge. Und die Vielfalt bei Größe, Haarkleid und Körperbau ist enorm. Aber woher kommen diese Rassen und ist das überhaupt noch zeitgemäß?

Oft werde ich gefragt, was Filou denn für eine Rasse sei. Ich antworte dann immer „polnischer Senfhund“. Die meisten sind irritiert oder nicken wissend und tun so, als ob sie diese Rasse natürlich kennen würden. Die gibt es aber gar nicht. Denn Filou ist vieles, aber bestimmt nicht reinrassig. Und mir ist das auch vollkommen egal.
Doch immer wieder treffe ich – auch auf dem Hundeplatz – auf Menschen, denen es enorm wichtig ist, dass ihr Hund reinrassig und mit Stammbaum ist. Außerdem soll er natürlich dem gängigen Rasse-Standard entsprechen. Aber muss das wirklich sein?

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Pflege: Was sollte man beim Hund regelmäßig kontrollieren?

credits: Stephanie Becker

Wir besuchen mehrmals jährlich den Zahnarzt, duschen uns und cremen uns ein. Völlig normal. Doch wie sieht das bei unseren Vierbeinern aus? Bedarf es regelmäßiger Pflege oder läuft das schon unter „Vermenschlichung“?

Wenn ich mich so auf dem Hundeplatz umhöre, ist die Pflege des Hundes genau so umstritten, wie die Ernährung. Es gibt die totalen Fanatiker und die „das ist ein Hund, und kein Kind“-Fraktion. Ich persönlich würde mich irgendwo dazwischen ansiedeln – frei nach dem Motto „Alles kann, nichts muss“. Und wie so oft, gibt es auch bei der Pflege des Hundes keine allgemein gültige Antwort, sondern man sollte immer den individuellen Fall für sich persönlich entscheiden – die Rasse des Hundes spielt dabei eine große Rolle. Als kleine Richtlinie möchte ich hier aber zumindest die wichtigsten Punkte aufführen, die es prinzipiell zu kontrollieren gilt.

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Hundetrainer: Wer ist hier der Rudelführer?

credits: Stephanie Becker

Bei der Hundeerziehung ist es wie mit Kindern: Jeder weiß es besser und am besten wissen es die, die keine haben. Auch wir waren anfangs bei einer „Trainerin“, die den Titel auf keinen Fall verdient hat. Deshalb gibt es hier ein paar Tipps, worauf ihr bei der Trainerwahl achten solltet.

Mit dem Beruf des „Hundetrainers“ ist es so eine Sache: Es ist noch gar nicht so lange her, dass beschlossen wurde, es bedarf eines Zertifikats, um diesen Beruf ausüben zu dürfen. Meiner Meinung nach hätte es das von Beginn an gebraucht, denn bei falscher Herangehensweise sind nicht nur Hunde- sondern auch Menschenleben in Gefahr. Doch bis vor Kurzem durfte sich quasi jeder „Hundetrainer“ schimpfen, der „jahrelange Erfahrung“ auf dem Hundeplatz hatte oder einfach schon als Kind ein paar Dackel hatte und jetzt meint, er hat die Weisheit mit Löffeln gegessen. Was dabei rauskommt, wenn solche Leute als „Hundetrainer“ auf die Mensch- und Hundewelt losgelassen werden, mussten Filou und ich am eigenen Leib erfahren.

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Sozialkontakte: Braucht ein Hund zwangsläufig andere Hunde?

credits: Stephanie Becker

Ein Hund braucht Kontakt zu Artgenossen. Das kann man in so ziemlich jedem Hunde-Ratgeber nachlesen. Doch wie genau sollte dieser Kontakt aussehen? Und was ist zu tun, wenn der eigene Hund nicht mit Artgenossen umgehen kann?

Richtig und wichtig ist, dass insbesondere Welpen Sozialkontakt zu Artgenossen brauchen. Gerade in den ersten acht bis zwölf Lebenswochen, also während der Prägephase, ist es notwendig, dass die Kleinen positive Erfahrungen mit anderen Hunden sammeln. Geschieht dies nicht, kann dies nachhaltige Auswirkungen auf den späteren Umgang mit anderen Hunden haben.
Doch dies bedeutet nicht, dass der eigene Hund auf Biegen und Brechen mit jedem x-beliebigen Hund spielen muss – allerdings scheint dies unter Hundehaltern ein weitverbreiteter Glaubenssatz zu sein.

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